EARL GREY - Jörg's Homepage

HOMEPAGE  von
Jörg Hunger
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CCGS EARL GREY

Wie nur komme ich dazu, dass ich ein kanadisches Küstenwachschiff bauen will? Ich habe ja überhaupt keine Beziehungen zu Kanada.
Manchmal spielen einfach viele Zufälle zusammen und plötzlich "erwischt" es einen und man wird von einer Idee richtiggehend gefangen genommen.

Der Anfang der Geschichte beginnt tragisch.  Nachdem ich nach der Pensionierung wieder mit dem Modellbau begonnen habe bin ich dem aargauischen Schiffsmodellbau-Klub beigetreten, da ich die letzten 25 Jahre Modellbau-Geschichte verpasst habe und mir da Hilfe erhoffte.  Nur wenige Monate später ist der Klub-Präsident Rolf Haldemann unerwartet verstorben und er hinterliess eine beinahe unüberschaubare Menge an Schiffsmodellen in allen Baustadien die nun Abnehmer suchten.  Darunter war ein imposantes Modell im Rohbau, welches sofort meine Aufmerksamkeit weckte, da ich vor allem an Funktionsmodellen interessiert bin.

Bei dem Schiff handelte es sich um die Earl Grey, ein sogenanntes Multifunktionsschiff, leichter Eisbrecher (bis 60cm Eis Dicke) und Tonnenleger der kanadischen Küstenwache.



Allerdings musste ich bald feststellen, dass dieser Rohbau aus 2 Gründen für mich nicht in Frage kam:

1.  Der Massstab von 1:40 resultierte in einer Länge von 175 cm, definitiv zu gross für mich.

2. Ausser einer Serie von aus dem Internet heruntergeladenen Bildern gab es keine Pläne.

Im Weiteren wich auch die Rumpfform im Bereich unter der Wasserlinie stark vom Original ab.

Damit war das Projekt für mich gestorben, aber damit vielleicht jemand anderer vom Klub das Schiff weiterbauen kann wollte ich nach Bauplänen für das Schiff suchen. Die Ausbeute war mehr als mager und alle Nachfragen bei der kanadischen Küstenwache blieben unbeantwortet. Wie ich von verschiedener Seite erfuhr, bekommt man da von Schiffen, die noch im Einsatz sind keine Informationen. Die Werft, die das Schiff gebaut hat existiert schon lange nicht mehr.  Mittlerweile war ich aber vom Virus "Earl Grey" schon infisziert, zumal ich inzwischen auch einen Bezug des Schiffs zur Schweiz gefunden habe. Die Earl Grey war unter anderem bei der Suche nach den Trümmern von Flug SR111 vor Halifax beteiligt. Nebst duzenden von Fotos und Videos waren bisher die einzigen verwertbaren Unterlagen ein rudimentärer Seiten- und Deckplan sowie die generelle Spezifikation von CCGS und der Wikipedia-Eintrag (https://en.wikipedia.org/wiki/CCGS_Earl_Grey ). Letzterer brachte mich dann aber ein Stück weiter, da hier von einem Schiff der gleichen Klasse die Rede war, der Samuel Risley. Damit konnte ich meine Suche ausweiten, da die beiden Schiffe zum grossen Teil baugleich waren, obwohl sie in verschiedenen Werften gebaut wurden.

Über die Samuel Risley landete ich dann den Glückstreffer, per Bildsuche konnte ich einen Kontakt zu einem pensionierten, professionellen Modellbauer herstellen der - man glaubt es kaum - für den Direktor der Werft 1985 den Auftrag für ein Standmodell im Massstab 1:100 bekam, da es das letzte in dieser Werft gebaute Schiff war.  Er beantwortete meine Anfrage, ob da ev. noch Pläne vorhanden sind positiv. Er meinte, im Archiv sollten noch Pläne vorhanden sein, er werde mal nachschauen! Danach war ein paar Monate Pause und ich hatte meine Hoffnung schon verloren, als plötzlich Mail um Mail eintrudelten mit insgesamt 26 eingescannten Plänen. Er entschuldigte sich noch, dass die Qualität so schlecht sei und er habe die verblassten Linien nach Möglichkeit nachgezeichnet! Auf die Frage nach den Kosten meinte er, dass er die Pläne ohnehin schon lange hätte scannen sollen, da sie sonst bald nicht mehr lesbar wären. Ich habe mich dann mit einem "fetten" Victorinox-Messer bedankt, was ihn sehr freute und wir sind immer noch in regelmässigem Kontakt.
 


 
Es waren natürlich keine Modellbaupläne sondern Werkspläne mit Handskizzen ergänzt.  
 
Am hilfreichsten war der Übersichtsplan zur Festlegung der Dimensionen, sowie einige Detailpläne, z,B, für die Schanzkleider, das Ruder und die Kortdüsen.




             

Schanzkleid


Ruder



Kortdüse

Am schmerzlichsten war das Fehlen der Spantenrisse, insbesondere da das Schiff doch eine etwas spezielle Form unterhalb der Wasserlinie aufweist. Die Rekonstruktion der Spantenrisse hat mir viel "Schweiss und Tränen" abverlangt, da ich nur wenige Bilder des Schiffs im Trockendock fand auf denen man die Form des Rumpfs erahnen konnte. Mit Hilfe der Software DelftShip  habe ich dann die selbst erstellten Spanntenrisse so lange zurecht gebogen, bis der Vergleich mit den Fotos einigermassen zufriedenstellen war.



Der hintere Bereich nach Kiel-Ende habe ich in DelftShip nicht gut hinbekommen, allerdings kann ich dort sowieso nicht mehr mit Spanten arbeiten und muss das Heck aus dem Vollen schnitzen.


               

Übrigens:  2017 wurde die EARL GREY einem „Life Extension Programm“ unterzogen, wo u.a.  verschiedene Änderungen vorgenommen wurden, die auch sichtbar sind, z.B.  wurde der Auflieger des Kranarms von der Seite des Bootdecks auf das Podest hinter dem Kamin verstzt und verschiedene Scheinwerfer wurden durch  LED-Strahler ersetzt.  Diese Arbeiten wurden von Davie Shipbuilding erledigt, eine Nachfrage für Pläne zum Rumpfquerschnitt (Spanntenrisse) führte auch hier ins Leere.

 
Bei der weiteren Planung musste ich leider feststellen, dass die erhaltenen Pläne für den Modellbau nur bedingt nutzbar sind, insbesondere stellte ich fest, dass z.B. die Masse in der Profilansicht nicht mit den Abmessungen von Detailplänen übereinstimmen. Auch bei den Decksansichten ergaben sich Unstimmigkeiten, so stimmten Auf-/Niedergänge oder Steigleitungen/Kaminrohre nicht übereinander. Es wird also notwendig sein, viele Details anhand der Fotos zu erstellen, was wiederum problematisch ist, da das Schiff schon 2 grösseren Revisionen unterzogen wurde und die meisten Fotos im Internet nicht datiert sind.

Oktober 2020
Aufgrund praktischer Überlegungen (Grösse, Gewicht) habe ich mich für den Massstab 1:75 entschieden.


Mittlerweile werde ich versuchen, die Gesamtansicht des Schiffes in Detailzeichnungen umzusetzen um mit dem Bau der Superstruktur zu beginnen. Aufgrund der Erfahrungen mit der Seabex One werde ich besonders auf die gute Zugänglichkeit zu allen Funktionsteilen achten. Da dies aber mein erstes selbst konstruiertes Schiff ist wird das zu einer grossen Herausforderung für mich – mit Potenzial zum Scheitern!
Ausgehend von diesem Plan beginnt mein Abenteuer.





Da ich im 3D Programm das Heck des Schiffs nicht hinbekommen habe entschied ich mich für ein anderes Vorgehen. Ich baue einen Testrumpf im Masstab 1:150 und versuche, das Heck entsprechend zu modellieren. Davon könnte ich dann die einigermassen korrekten Spantenrisse ausmessen und in die endgültige Grösse umrechnen.


 Testbau 1:150  

  





Der Versuch brachte allerdings kein verwertbares Resultat und so widmete ich etwas frustriert den relativ komplizierten Aufbauten mit all den schrägen Wänden meine Aufmerksamkeit.

 
Auch hier war der erste Versuch für die «Tonne».


 

Der 2. Versuch stimmte besser, und als ich das so anschaute kam mir der Gedanke, dass ich nach all den bisherigen Bemühungen das Schiff eigentlich in beiden Massstäben, 1:75 und 1:150 bauen könnte. Gesagt – getan! Das bedingt natürlich auch, dass das 1:150 «Vormodell» so detailliert - wie es mir mit den beschränkten Mitteln möglich ist - gebaut werden soll. Diese Baugrösse bringt mich allerdings an die Grenzen meiner motorischen Fähigkeiten!!

 
Wie bei mir üblich, muss auch bei dem kleinen Massstab eine minimale Beleuchtung vorhanden sein. Ich habe in den Aufbau die folgenden, einzeln schaltbaren Kreise vorgesehen:

 
-        Positionslichter grün/rot und Toplicht
 
-        Nachtbeleuchtung innen und aussen
 
-        2 Suchscheinwerfer
 
 




 
Als nächstes habe ich den Kran in Angriff genommen. Auch der sollte minimale Funktionen bekommen. Aufgrund der engen Platzverhältnisse im Rumpf wird sich zeigen ob die angedachten Funktionen – Kran drehen – Ausleger heben/senken – und Scheinwerfer realisierbar sind.  

 
 
 


 
 
 
Auf das Heben/Senken des Hackens verzichte ich, da dazu sowieso kein Platz vorhanden ist.
 
 
Dann folgte der dritte Versuch für den Rumpfbau unter Einbezug der bereits vorhandenen Decksplatten. Die Beplankung erfolgte mit Flugzeugsperrholz und einem Balsaklotz im Bug.

 
 
 
 
 
Dann spachteln, schleifen, spachteln, schleiffen, …….
 
 
 

3
 
 
 
Dann folgten die Details, welche bekanntlich zeitmässig meist masslos unterschätzt werden.
 


Infolge der knappen Platzverhältnisse musste ich die Ruderhörner  speziell anfertigen.

 

Die Lampenpodeste mit den eingebauten Mini-SMD-LED.
 

Die Prallschutz-?Dinger? aus 1,5mm Polistyrol.
 

 
Die Kortdüsen und die eingeharzten Stevenrohre.
 
Dann war es Zeit für etwas Farbe und langsam sieht man, was es werden soll. Viele Details in diesem Massstab sind schon eine ziemliche Herausforderung für mich. Es fehlen aber noch viele Detail auf den Decks, Reling, Ankerwinde, Poller,  Rettungsgeräte etc. und dann auch noch die ganze Technik im Inneren.


 
Die Platzverhältnisse für die Technikkomponenten waren allerdings beschränkter als geplant und wenn vorhanden, am falsche Ort. So musste ich akzeptieren, dass der Kran nicht funktionstüchtig gemacht werden kann, da unter dem Sockel schlicht kein Platz vorhanden war um die geplanten Seilzüge zu verlegen, abgesehen davon fand sich auch kein Platz für die nötigen Servos.

 
Trotz dem noch einige Details fehlen (teilweise Reling, Winden, kleiner Kran vorne) habe ich schon mal eine Testfahrt gemacht. Das Boot ist etwas kopflastig und braucht noch etwas Gewicht möglichst zuunterst im Rumpf. Die Geschwindigkeit ist passend und es lässt sich gut steuern (ausgenommen prinzipbedingt bei Rückwärtsfahrt). Eventuell werde ich doch noch einen Mixer für die Motorsteuerung vorsehen.

 
Alles in allem gefällt mir das Boot gut, es ist stimmig und dürfte ziemlich einmalig auf europäischen Gewässern sein!





 
 
 

Nachtfahrt mit Positionslicht (weisse LED am vorderen Mast leider defekt)



... mit Aussen- und Innenbeleuchtung (schaltbar)



… mit Suchscheinwerfern (schaltbar)
 
Leider hatte ich bei der Verdrahtung etwas "gepfuscht", weshalb beim ersten Einschalten das Positionslicht am vorderen Mast und die Scheinwerfer am Kranarm nur kurz aber heftig brannten (Vorwiderstände vergessen), das Schiff muss also gleich wieder in's Trockendock!   

In der Zwischenzeit ist alles wieder repariert und einige Ergänzungen wurden noch angebracht.
Für eine bessere Stabilität bei Kurvenfahrt habe ich noch den Akku neu arrangiert und tiefst möglich eingebaut. Bei mehreren Fahrten in den letzten Wochen hat sich erfreulicherweise das doch sehr tief liegende Arbeitsdeck trotz Wartungsöffnung (nach Abdichtung mit Silikon) als wasserdicht erwiesen.





Mittlerweile hat der Kleine auch noch eine "Garage" bekommen, damit er beim Transport nicht zu Schaden kommt!




Hier noch die technischen Hauptdaten:

Länge :   47 cm
Breite  :  10 cm
Höhe   :  20 cm
Gewicht :  1050 gr
Antrieb :  2 Micromotoren 12V/1.4W, betrieben an 7.2V
Akku    :  NiMH  6 Zellen,  7.2V / 2500mAh




 
 
Parallel zum Bau der 1:150 Version beginne ich auch mit der 1:75 Version, sobald die kleine Version stimmig ausschaut. Das Problem ist ja, dass ich von den Aufbauten keine brauchbaren Pläne habe und deshalb vieles anhand von Fotos interpretieren muss.



Die sog. Superstruktur oder der Brückenaufbau im Rohbau.
 
Im Gegensatz zur 1:150 Version sind in dieser Version wesentlich mehr Detail geplant.
 
Nun nehme ich den Mast in Arbeit. Der wird ja auf das Dach der Brücke montiert.

 
Die Basis bildet der Mastkörper aus Phosphorbronce-Blech mit dem eingelöteten Boden und den Hilfspodesten zur Befestigung der aus Polystyrol gefertigten Podeste für die Radare und die Lampenträger.


 


 
                                                 
 

 
 
 
Radar- und Lampenpodeste
 


 
 
 
Die Radar- und Lampenpodeste sind in Sandwichbauweise gemacht, um die Kabel unsichtbar zu führen.
 


 
 Der Mast im Rohbau, unbemalt ....                                                                     ... und bemalt.

-            2 Radare
 
-            Toplicht weiss
 
-            Arbeitslicht links/rechts, rot-weiss-rot



Die Scheinwerfer

Diese musste ich 2 mal bauen, da ich zu spät bemerkte dass diese bei der letzten Revision erneuert wurden. Das ist mir entgangen, nicht zu Letzt auch, da die im Internet gefundenen Fotos selten datiert sind. Mittlerweile habe ich 3 Merkmale gefunden, anhand derer ich den Zustand nach der letzten Revision erkennen kann.





Links die alte Version, rechts die neue (noch unbemalt).



Die Relings

Der Bau der verschiedenen Relings ist echte Nervensache, die Stützen sind gekaufte Ätzteile aus 0,3mm Neusilber, der Handlauf aus 0,4mm Draht und die 3 Durchzüge aus 0,3mm Draht.
 
Da der Aufbau, auf den diese Relings kommen mehrfarbig ist und zudem Fenster aufweist, muss die Reling vor der Montage gespritzt werden. Für den Bau habe ich jeweils aus Overhead-Folie eine Schablone erstellt und die Löcher für die Stützen direkt durch die Folie in den Aufbau gebohrt. Mit der Folie konnte ich dann die exakte Position der Stützen auf ein Montagebrettchen übertragen und nach verlöten der Durchzüge mittels Airbrush lackieren (lackieren mit Spraydose oder Pinsel ergibt bei so dünnem Material keine guten Ergebnisse).
























Weiter geht’s mit der elektrischen Ausrüstung und der weiteren Ausrüstung der Superstruktur. Das hat sich als etwas kompliziert erwiesen. Da die Relings doch sehr fragil sind kann ich sie erst am Schluss montieren, dann fehlen mir auch noch die Decals (Beschriftungen), die ich vor dem spritzen mit Klarlack anbringen muss.

 
Für die Ansteuerung der LED’s und Radare habe ich einen Print mit den notwendigen Konstantstromquellen und den Anschlusssteckern für die verschiedenen Stromkreise. Insbesondere da der Mast demontierbar ist müssen diese Anschlüsse auch trennbar sein. Der Print ist ziemlich rustikal gebaut, die Verbindung zur Hauptplatine im Rumpf erfolgt über ein Flachbahnkabel.


 

 
                                               
 

 
 
 
 
Für das Schwenken der Scheinwerfer ist ein kleines Microservo zuständig.
 



 
 
 
Dann folgten die ersten Arbeiten an der Kaminsektion. Damit diese passgenau an die Brücke anschliesst habe ich eine Hilfskonstruktion erstellt, die dem Decksprung entspricht.


 

Die neuen Scheinwerfer der Earl Grey haben mir ziemliche Kopfschmerzen verursacht.


 
 
Nach einigen gescheiterten Versuchen habe ich nun eine akzeptable Lösung gefunden. Der Bau von diesen 4 Scheinwerfern hat aber 1 Woche gedauert und die Nerven aufs Äusserste strapaziert, bei Abmessungen von ca. 7 x 7mm eine echte Herausforderungen für mich.
 





Es geht langsam voran, immer wenn ich wieder ein Stück weiter bin vergleiche ich das Resultat mit den Fotos des Originals aus dem Internet und dann sehe ich wieder etwas das ich «unbedingt» auch noch detaillieren will. Das ist natürlich dem Baufortschritt nicht dienlich! Erschwerend ist auch, dass ich ja keinen Bauplan gemacht habe, ich baue «frei Schnauze» voran, ohne mir zu viele Gedanken zu machen, wie ich dann die technischen «Gadgets», wie Beleuchtung, bewegliche Scheinwerfer und solche Sachen einbauen kann. Das führt manchmal zu Änderungen oder gar Neubauten.

Inzwischen ist der Brückenteil (forecastle) und der Kaminbereich (funnel) soweit mit allen Einbauten fertig.

Die folgenden Funktionen sind verbaut und werden einzeln schaltbar sein:

 Forecastle
 
-        Positionslicht (grün/rot, weiss am Mast)
 
-        Innenbeleuchtung (ca. 10 LEDs warm-weiss, gedimmt)
 
-        Aussenbeleuchtung (12 LEDs warm weiss, stark gedimmt)
 
-        2 Doppelscheinwerfer, drehbar
 
-        Manövrierbehindert rot/weiss/rot, beidseitig am Mast
 
-        2 Radare, drehend, am Mast
 

Funnel
 
-        Hinteres Positionslicht weiss
 
-        Aussenbeleuchtung (11 LEDs warm weiss, stark gedimmt) und 2 hinterleuchtete Ahornblätter beidseitig am Kamin
 
-        4 Stück 4-fach Deckstrahler
 
-        Doppelscheinwerfer, drehbar auf Platform oben
 
-        Endschalter für Kranarm-Auflieger
 
 

 
 

 
Die Reling war und ist der Horror für mich. Da braucht man nur fest zu schnaufen und schon ist die wieder verbogen!
 
 

 
 

 
 

 
Unteransicht des Kaminbereichs, Platine mit den Konstantstromquellen und Spannungsregler für die verschiedenen Lampenkreise.

 

 
Unteransicht des Brückenbereichs.
 
 

Ab und zu braucht das Personal eine Pause!




Als Nächstes ist der Kran an der Reihe. Wie üblich habe ich keine detaillierte Konstruktionszeichnung gemacht, lediglich die für das Funktionieren notwendigen Details habe ich gezeichnet.




Um Gewicht zu sparen habe ich den Kranarm nicht vollständig aus Messing gemacht, nur das Traggerüst besteht aus 4-kant Messingprofilen mit den angelöteten 4mm Rohren, die Beplankung besteht aus 1mm Polystyrolplatten.





Die Details in dem Massstab sind arbeitsintensiv.



4 solche Scheinwerfer sind am Kranarm zu verbauen.




Die Kabine im Rohbau.



Die Winde für den Kranhaken.



Eingebaut in der Kabine.




Das Innenleben des Kranarms.



 

 

                                               

 

Ansicht der Krangehäuse von hinten. Mit den Einbauten wird’s ziemlich eng.





 

 

 

 

Ansicht des Gehäuses von vorne mit dem schwenkbar montierten Motor zum Heben und Senken des Arms.

 

Vor allem die Lötarbeiten gestalteten sich äusserst schwierig, das Gehäuse ist nur knapp 4 cm breit.

 

Die Kabine und die Rückwand sind mit Magneten befestigt um allfällige Reparaturen vornehmen zu können.


 

 






 

 

 

In weiser Voraussicht habe ich vor dem Rumpfbau eine Montageplattform erstellt, um sicher zu sein, dass die 3 Hauptaufbauten auch passend sind. Zum Glück! Denn bei der Position des Krans hätte ich um 1cm verkalkuliert, der Ausleger hätte den rückwärtigen Steuerstand zerstört.



 

Langsam wäre nun der Rumpf an der Reihe, aber es gibt da ein Problem das mich bisher davon abhielt, damit zu beginnen. Im Kiel hinten ist ein Querstrahlruder (QSR) geplant, aber dieser Kiel ist nur 25mm breit. Ich habe keine passende käufliche Lösung gefunden, so war wieder mal ein Eigenbau angesagt. Das ist in dem Fall leichter gesagt als getan!

 

Ich habe viele Foren auf der Suche nach einem passenden QSR konsultiert, aber kein passendes gefunden. Hingegen konnte ich aus verschiedenen Lösungen eine eigene Konstruktion entwickeln.

 

Um einigermassen sicher zu sein, dass das System auch funktioniert habe ich einen rudimentären Prototyp aus Holz geschnitzt, mit einem selbst erstellten 16mm 4-Blatt Propeller und einem Schieber aus Installationsrohr. Ein Servo steuert den Schieber und schaltet gleichzeitig per Mikroschalter den Motor ein und aus.




 

 

 

 

Obwohl das alles sehr provisorisch, ohne Kugellager, Dichtung etc. und wenig strömungsgünstig war, denke ich, dass das in einer 3D gedruckten Ausführung für dieses Boot ausreichend sein sollte.

 


  

 

Nun muss es mir nur noch gelingen, dieses Gehäuse in 3D zu zeichnen. Mit dem 3D-Programm stehe ich noch ziemlich auf Kriegsfuss.



Nun habe ich mit dem Rumpfbau begonnen. Die Spanten aus 4mm Pappelsperrholz habe ich mit der Decoupiersäge und einer Laubsäge erstellt da ich keine CNC-Fräse besitze. Die Rumpfform hat den Vorteil, dass ein grosser Teil flächig mit Plattenmaterial beplankt werden kann. Als Material für die Beplankung verwende ich 2mm Flugzeugsperrholz.






Um die Basis für die 3D-gedruckten Kortdüsen/Ruderaufnahmen (meine ersten in 3D gezeichneten Teile) korrekt zu platzieren, benutzte ich eine Lehre damit Abstand und Winkel möglichst genau passen.



Die Ruderblätter sind in der Zwischenzeit auch gemacht, die sind aus Messing und mit Epoxy gefüllt.




Bevor ich die Beplankungsteile aussäge überprüfe ich diese zuerst mit Karton­schablonen.



Anstelle des oben rechts sichtbaren Holzklotzes soll die Eigenkonstruktion des Querstrahlruders kommen (sofern ich die 3D-Konstruktion schaffe).

Bevor allerdings die Beplankung angebracht wird, muss ich die Einbauten planen, bei den Motoren und Akkus ist das noch relativ einfach, aber die ganze Elektronik wird schon etwas anspruchsvoller, es soll ja alles auch zugänglich bleiben.



Die Motorhalterungen sind angepasst, der Aluwinkel ist mittels Gummipuffer mit dem Gerüst verbunden.



Die Akkus (2 x 12V, 4500mAh) haben ihren Platz gefunden, in Längsrichtung besteht noch Raum fürs Ausbalancieren.
 
 
Inzwischen habe ich es geschafft, das Querstrahlruder mit Fusion 360 zu konstruieren und habe es drucken lassen.




Stellprobe im Rumpf.



Das Servo steuert den Schieber (mit Übersetzung, da das Servo keine +/-90° schafft) und mit der Steuerscheibe wird der Motor eingeschaltet. Aufgrund der speziellen Konstruktion muss der Motor nur in eine Richtung drehen.


Nachdem soweit alle Montagepunkte für die technischen Komponenten vorbereitet sind, werde ich mit der Beplankung des Rumpfs beginnen. Die Motoren mitsamt den Wellen entferne ich dazu wieder, die weissen Führungsrohre aus Kunststoff sind fest eingeklebt und dienen der Positionierung der Wellen. Nach dem definitiven Einbau der Wellen werde diese in den Kunststoffrohren wasserdicht verklebt. Das rote Querstromruder wird ebenfalls fest mit dem Spantengerüst und der Beplankung verklebt.

 
Ein grosser Teil der Beplankung lässt sich mit flachen Platten bewerkstelligen, einzig Bug und Heck sind anspruchsvoller. Ich hatte die Idee, den Bugbereich mit einer einzigen Platte aus 2mm Flugzeugsperrholz zu formen, was sich allerdings etwas schwieriger als erhofft zeigte. Allein schon das Anfertigen der Papierschablone forderte meine Geduld heraus.



Die ausgesägte Platte habe ich einige Tage gewässert, in der Hoffnung, dass sich diese dann gut biegen lässt. Das Flugzeugsperrholz wollte aber nicht klein beigeben und ich musste schon ziemlich brachial vorgehen um es zu überzeugen. Zeitweise hatte ich bedenken, das Gerüst zu zerstören, derart widersetzte sich die Platte. Glücklicherweise habe ich das Gerüst zuvor mit verdünntem Epoxy behandelt, was die Stabilität sicher erhöht hat.


 
 
 
 
Letztendlich habe ich es mit einigen Blessuren geschafft und erhoffe mir zur Entschädigung wesentliche Einsparungen beim Spachteln und Schleifen.
 
  
  
Das Gerüst ist nun fertig "eingepackt", jetzt muss gespachtelt, geschliffen, gespachtelt, geschliffen werden, bis die Form passt und alle Unebenheiten beseitigt sind. Das hat aber Zeit, da ich vorläufig ohnehin nicht lackieren kann (keine Heizung, keine Lüftung im Hobbyraum).



Als nächstes werden nun die Decks eingepasst. Auf dem hinteren Hauptdeck , welches aus beschichtetem Platinenmaterial (Glasfaser) besteht, muss ich aber zuerst die Schanzkleider aufzulöten, da das bei eingeklebten Deck kaum machbar wäre.  



Daher wurden nun die Schanzkleider in Arbeit genommen. Dazu habe ich erst mal eine Papierschablone erstellt, da das Schanzkleid auf der Seite eine Neigung von 15° aufweist, die dann in der Rundung hinten auf 30° ändert, so dass die Abwicklung eine entsprechende Krümmung aufweist.
 
Dann habe ich die Schablone auf 0,5mm Kupferblech übertragen, das ich dann mit der Blechschere zugeschnitten, zurecht gefeilt und geschliffen habe. Die Öffnungen im Schanzkleid (Speigatten etc.) habe ich mit dem Proxxon-Bohrer mit der Schleifscheibe ausgearbeitet. Dann habe ich Holzklötzchen mit der entsprechenden Schräge zugesägt und auf das Deck geklebt, so dass ich das zugeschnittene Teil zum Löten fixieren konnte.




Das Anlöten am Platinenmaterial hat  erstaunlich gut funktioniert. Die Lötstellen habe ich mit der Polierscheibe gesäubert und geglättet. Die Festigkeit des Schanzkleides hat mich überrascht, so dass ich den oberen Handlauf mit einem 2mm Plastikröhrchen statt mit einem Messingröhrchen machen kann.



Der Rohbau des Schanzkleides. Da muss natürlich noch viel gespachtelt und geschliffen werden.
 
 
Wenn der Lötkolben schon mal heiss ist, wird gleich weiter gelötet. Der vordere Mast steht noch auf der "to do" Liste.



Eine Bohr- und Löthilfe erleichtert die Arbeit.



Der Mast im Rohbau.



Stellprobe der bisherigen Aufbauten auf dem Rohbau-Rumpf.


 
Nun muss der Rumpf laminiert werden und dann schleifen, spachteln, schleifen, spachteln usw.  Für die Farbe ist es zu kalt, da ich in der Werft mangels Lüftung nicht spritzen kann.

 
Es gibt aber noch genug zu tun mit all den weiteren Aufbauten, die ich hauptsächlich nach Fotos erstellen muss.
 

Die Scheuerleisten im Bereich der "Recue zone".

Die obere mit meiner Proxxon mit Hilfseinrichtung gefräst, ist nicht so schön geworden.



Die untere ist mit 3x3mm Profilen gemacht und schaut besser aus , ich werde nun beide so machen.
 




Die Ankerwinde (4cm breit!) und ein kleiner Hiag-Kran.

Dann wollte ich die RIB's bauen, aber nach 2 Versuchen, die in der Tonne landeten, habe ich im Klub um Hilfe gebeten. Ein Kollege im Klub hat sich spontan anerboten, mir die 2 Grundkörper zu drucken, wozu er sie auch noch an meine Abmessungen anpassen musste. Toll, wenn man solche Kollegen im Klub hat!

 
Da ich im Bastelraum mangels Fenster und Lüftung nicht spritzen kann, muss die Fertigstellung des Rumpfs momentan warten. Es gibt aber noch genug zu tun, vor allem viel kleines "Gedöns".



 
2 verschiedene Davits für die 2 RIB's und 2 Gestelle mit Rettungsinseln.
 
                                               
 
 
So ein Ärger !!!
 
Vom vorderen Mast hatte ich eine der raren Zeichnungen, allerdings ist diese vom Schwesterschiff Samuel Risley. Und genau dieser Mast ist eines der Details, die bei meinem Schiff unterschiedlich sind. Das habe ich dann erst bemerkt, als ich den fertigen Mast mit den Fotos verglich.

 
Zurück auf Feld eins und neu bauen.

 
Beim Mast der Earl Grey hat es nun allerdings noch 2 zusätzliche Laternen und einen Scheinwerfer. Zum Glück ist aber auch beim Original die Kabelführung aussen am Mast. Ich habe alle 5 Positionen mit LED's bestückt, im Moment ist aber nur vorgesehen das Toplicht anzusteuern, das oberste Licht ist wohl das Ankerlicht und die unteren beiden vermute ich, waren ev. Schlepplichter. Da ich aber keine funktionierenden Anker habe und die Schleppwinde im Original vermutlich stillgelegt wurde, werde ich diese zur Zeit nicht ansteuern. Die Kabel sind aber gelegt, und wenn ich genügend freie Schaltmodule habe, kann ich diese immer noch anschliessen.

 
         
 
  
 
 Mast der Samuel Risley                                                                                                    Mast der Earl Grey


 
 
Als nächstes kommt die Beplankung des Arbeitsdecks mit Holzleisten. Dazu brauche ich ca. 250 Leisten 5x1x37mm. Dazu habe ich die Ständerbohrmaschine in eine Leistenschneideinrichtung verwandelt. Besondere Vorsichtsmassnahme: Stecker raus!!



Die Leisten habe ich zu "Parkett-Streifen" zusammengefügt, etwas fleckig gebeizt und mit Epoxy versiegelt. Die Streifen müssen an den Seiten noch gerade geschliffen werden und die Versiegelung wird noch etwas aufgeraut, damit es nicht glänzt.



Ist ja keine Jacht, sondern ein Arbeitsschiff!



Die Streifen werden dann auf das abnehmbare Arbeitsdeck geklebt, die quer laufenden Eisenträger bilde ich mit Zuschnitten aus magnetischem Material nach. Die Idee der magnetischen Streifen ist, dass ich damit "Dekor-Gegenstände" wie Bojen, Container, etc. mit Magneten versehen kann und diese auf dem Deck frei platzieren kann.



Langsam geht es der Vollendung entgegen. Viele zeitraubende Kleinigkeiten und notwendige Anpassungen zum Einbau der Technik die eben vorkommen, wenn man keine Pläne hat und zum grössten Teil nur nach Fotos baut, haben viel Zeit gekostet.
 

Nun schaut es aber schon ziemlich nach einem Schiff aus  -))
 


 
Der Schwimmtest im gefluteten Dock hat ermutigende Ergebnis gezeigt. Bis auf ein Problem mit der Eigenkonstruktion des hinteren Querstromruders ist alles dicht.



In Unkenntnis der notwendigen Angaben zum 3D-Druck an den Dienstleiter habe ich keinen Füllfaktor angegeben und nun habe ich ein Problem bei den eingepressten Gewindebuchsen. Ich sollte nun ein paar Stellen mit "Injektionen" abdichten, weiss aber noch nicht, ob ich das mit Sekundenkleber oder Epoxy machen soll. Weiters ist auch das Kugellager nicht dicht obwohl als "rostfrei und dicht" propagiert.



 
Der Belastungstest ruft nach einer kräftiger Ladung Blei, rund 2.8kg muss ich noch zuladen um auf Wasserlinie zu kommen.

 
 
Die Elektronik ist soweit auch vorbereitet und zum Einbau bereit.

 


 
Nach Einbau der Elektronik muss dann noch das Bootdeck mit den RIB's und Rettungsinseln dekoriert werden und als letztes da auch noch ein paar Relings?/Relinge angebracht werden. Diese werde ich erst montieren, nachdem alle Einbauten getestet und stabil verankert sind, da diese sehr fragil sind (0,3mm Messingdraht!).


Die notwendigen Gewichte sind nun platziert und das Schiff liegt fast perfekt auf Wasserlinie. Das leicht leckende hintere Querstrahlruder wurde mit einigen Massnahmen etwas verbessert. Ein ausgiebiger Test im Klubbecken hat nach 5 Stunden nur noch einen minimalen Wassereintritt gezeigt, der mit etwas eingelegtem Haushaltpapier aufgefangen werden kann. Die Wirkung des QSR ist wie erwartet recht bescheiden, aber im ruhigen Wasser kann man das Schiff damit drehen. Ich werde versuchen, die Propellerblätter noch etwas steiler zu verdrehen.
 
Beim Test in der Wanne hat mich die geringe Stromaufnahme der Hauptmotoren etwas unsicher gemacht, ob die genügend Vortrieb erzeugen, beim Test im Becken musste ich aber die Ansteuerung auf 60% reduzieren um ein realistisches Fahrbild zu bekommen. Im See wird aber die volle Leistung aus Sicherheitsgründen bereitgestellt.



Leider haben sich aber Probleme mit der Elektronik und dem Kran bemerkbar gemacht. Meine mit Relais realisierte Umschaltung von 2 Kanälen hat sich als störanfällig erwiesen, da die Signalleitungen der nicht angesteuerten Verbraucher Störsignale produzierten, was zu "epileptischen Anfällen" einiger Verbraucher führte. Man müsste eine elektronische Umschaltung einsetzen, die auf die stillgelegten Verbraucher ein 1,5ms Signal gibt. Dazu habe ich aber im Moment weder Zeit noch Lust, daher werde ich einen 2ten Empfänger dazuschalten, der dann nochmals 4 Ausgänge zur Verfügung stellt (total 8 + 4 = 12).
 
 
Der Kran machte auch schon beim ersten Einsatz schlapp, die Befestigung des Motors für den Ausleger war zu schwach. Der Umbau war gewissermassen ein Eingriff am offenen Herzen, da die Platzverhältnisse doch sehr besch…eiden sind.




Ein weiteres Problem habe ich mit dem Seil für den Haken, es verdreht sich ständig, ich habe verschiedene Fäden probiert, aber noch keinen Erfolg.




Zwischendurch habe ich noch einen Container gebaut in dem ich einen kleinen 1S LiPo versorgen kann mit dem ich bei ausgeschalteter Stromversorgung den Kranarm heben kann um Zugang zu den Innereien zu bekommen, die sich unter dem Kaminaufbau befinden. Auf den alten Fotos war der Auflieger für den Kranarm noch seitlich auf dem Bootdeck, bei der grossen Revision 2017 wurde dieser Aufleger aber auf die Platform hinter den Kaminen verlegt. Die Hauptschalter für die Stromversorgung kann ich zwar ohne Abnahme der Aufbauten einschalten, aber den Arm könnte ich dann doch nur mit der FS bewegen.
 



Jetzt muss ich die Platinen für die Steuerung und den Kran noch neu verdrahten, dann sollte der Pot einsatzbereit sein.
 
 
Nach vielen ungeplanten Stillständen sind die neuen Steuerplatinen nun fertig (die Ansicht erspare ich euch) und wurden mit noch nötigen Anpassungen der Befestigungen eingebaut. Dann mussten noch die Relings für das Forecastledeck und das Bootdeck erstellt werden. Da sich diese an exponierten Stellen befinden habe ich mich entschlossen, diese mit Stahldraht auszuführen da die Version aus Messingdraht extrem empfindlich sind. Allerdings konnte ich die nur mit 3 Durchzügen statt 4, wie original, erstellen. Dem Gesamtbild sollte das nicht zu sehr schaden.

 
Dann habe ich das Schiff noch ein wenig gealtert und etwas Personal eingestellt!

 
Jetzt ist das Schiff bereit zum Einsatz, aber das Wetter macht im Moment keine Lust an den See zu gehen (1. Dez. 2023).
 
 




















 
Nun hat der Earl auch noch ein standesgemässe Garage bekommen, bestehend aus Dibond-Platten und Aluwinkeln und mit einer Plexiglas Front. Das ist nun aber ziemlich schwer geworden, mit dem Schiff sind das gut 20kg. Da muss ich noch über ein «Fahrgestell» nachdenken.


















 
   
Erste Erfahrungen und noch offene "Baustellen"

- Das Fahrverhalten ist soweit ok, aufgrund "fabrikationsbedingter" Ungenauigkeiten des Rumpfs muss der Geradeauslauf per Rudertrimm korrigiert werden.

- Beim Rückwärtsfahren ist das Boot praktisch unsteuerbar. Ich werde versuchen,ob es mit einem Kettenmischer funktioniert.

- Die Fahrleistung ist genügend, skalemässige Geschwindigkeit bedarf ca. 60% Gas.

- Die Leistung des hinteren Eigenbau - Querruder ist ziemlich bescheiden, ich werde nach der Fahrsaison versuchen, hier eine Verbesserung zu erreichen. Ein neues Querruder kann ich nicht einbauen, da das bestehende fest als Teil des Kiels verbaut ist.

- Leider gibt es immer noch zu viel Wassereinbruch, ein Teil ist vom Querstromruder, dort habe ich noch keine geeigneten Wellendichtungen gefunden. Aufgrund der Menge Wasser muss aber noch eine andere Schwachstelle vorhanden sein, die ich noch nicht gefunden habe. Um das herauszufinden muss ich das Boot in einem Becken testen, wobei das Arbeitsdeck mit Plexiglas abgedeckt wird.

- Die Reling am Brückenaufbau ist viel zu empfindlich, bei der geringsten Berührung wird sie verformt.  Die Reling auf dem Bootdeck habe ich daher mit einem Handlauf aus Stahldraht statt Messingdraht gemacht, die ist recht stabil. Ich werde die am vorderen Aufbau auch so machen.









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© by Jörg Hunger   =   Aktualisiert am 18.06.2024   =   Heute ist     =   Es ist jetzt Uhr   

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